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Gold provoziert

Das Gold wirkt auf westlich geprägte Menschen anders als es auf Azteken, Maja oder alte Ägypter wirkte. Westlich geprägte Menschen beginnen sich selbst im Angesicht des Goldes zu misstrauen. Es lotet ihr Unterbewusstsein aus. Sie fürchten was es in ihnen hervorbringen könnte. Diesem noch Verborgenen misstrauen sie als ob es das Böse schlecht hin wäre.
Für Azteken, Maja und Ägypter war Gold heilig, nicht jedoch aber ein Wert an sich. Es war die Träne, das Blut oder das Fleisch der Götter, keineswegs ein Zahlungsmittel oder Zierde zur profanen Dekoration.


Galerie - Die Spur des Geldes

Titel: Frei fließend

Geld - Die Spur des Geldes Frei fließend Form Photographie-Collage, Polyment-Vergoldung
Material
 
Photographie-Collage: Baryt-Gelatinesilber Photopapier
Rahmen: polymentvergoldete Holzleiste (Whitewood-Holz),
Profil: Breite 14 cm x Höhe 5 cm
Datum 30.6.2000
Format H. 154 cm x B. 104 cm

Preis auf Anfrage
   

Titel: Der Spiegel der Seele

Geld - Der Spiegel der Seele Form Photographie-Collage, Polyment-Vergoldung
Material
 
Photographie-Collage: Baryt-Gelatinesilber Photopapier
Rahmen: polymentvergoldete Holzleiste (Whitewood-Holz),
Profil: Breite 14 cm x Höhe 5 cm
Datum 2.7.2000
Format H. 154 cm x B. 104 cm

Preis auf Anfrage
   

Titel: Rein von Anbeginn

Geld - Rein von Anbeginn Form Photographie-Collage, Polyment-Vergoldung
Material
 
Photographie-Collage: Baryt-Gelatinesilber Photopapier
Rahmen: polymentvergoldete Holzleiste (Whitewood-Holz),
Profil: Breite 14 cm x Höhe 5 cm
Datum 1.7.2000
Format H. 154 cm x B. 104 cm

Preis auf Anfrage
   

Titel: Luzifers Werk

Die Spur des Geldes - Luzifers Werk Form Photographie-Collage, Polyment-Vergoldung
Material
 
Photographie-Collage: Baryt-Gelatinesilber Photopapier
Rahmen: polymentvergoldete Holzleiste (Whitewood-Holz),
Profil: Breite 14 cm x Höhe 5 cm
Datum 29.6.2000
Format H. 156,5 cm x B. 107 cm

Preis auf Anfrage
   

Titel: Hommage an Peggy Guggenheim

Die Spur des Geldes - Hommage an Peggy Guggenheim Form Photographie-Collage, Polyment-Vergoldung
Material
 
Photographie-Collage: Baryt-Gelatinesilber Photopapier
Rahmen: polymentvergoldete Holzleiste (Whitewood-Holz),
Profil: Breite 14 cm x Höhe 5 cm
Datum 28.6.2000
Format H. 154 cm x B. 104 cm

Preis auf Anfrage
   



Die Spur des Geldes

Eine Serie über den Spiegel der Seele. Über den Katalysator, der das Vorstellbare sichtbar werden lässt, von einer der komplexesten Kulturleistungen, die Menschen je vollbrachten - Geld.

Es trägt alle Attribute, die im Buddhismus als „höchste Form der Verwirklichung” definiert werden. Es durchströmt alles Sein und die Welt wie Wasser einen Schwamm und verändert alles und Jeden, den es berührt.

Vor allem ist dies aber eine Serie über die Spur, den Duft dessen was Geld hervorbringen kann.

Geld lotet Wünsche, Träume bewusste und unbewusste Phantasien aus und vermag es sie sichtbar zu machen. Es erschafft in der realen Welt ein reales Abbild der imaginierten Vorstellungen, die noch unsichtbar in neuronalen Sphären schweben.

Interessant ist, dass Menschen bei denen viel Geld ist überhaupt erst ihre bewussten sowie unbewussten Grenzen für sie selbst und Andere sichtbar werden lassen. Bei Menschen bei denen nicht genug Geld ist bleiben die Visionen geschützt, ohne den Wind der Demontage durch den Anderen. Sie können im Traum unermessliches erschaffen. Sie müssen sich nicht Preis geben. Sie müssen nicht die Einzelheiten benennen, Verantwortung tragen und die Spannungen aushalten, die notwendig sind wenn aus ihrer Imagination Realität geworden ist. Sie können in ihrem um so größeren unscharfen Gedankenschloss verweilen. Andererseits bleiben ihnen Ersatzbefriedigungen verwehrt um empfundene Sinnesleere und Unglück zu kompensieren. Viel mehr wird nicht selten der empfundene Mangel sinnstiftend.

Es mag verrückt klingen, aber genug Geld zu haben, zeigt die Grenzen der Vorstellungswelt derer bei denen es zu sein beliebt erbarmungslos auf. Ebenso lässt es bei denen die die Gaben dazu haben an Geld zu wachsen Güte, Phantasie und fruchtbare Visionen aber auch traditionelle Handwerkstechniken geradezu spielerisch erblühen.

Geld kann man nicht besitzen. Es kann aber bei uns sein, durch uns hindurchfließen und wie ein Katalysator der nach seiner anregenden Wirkung in unveränderter Form vorliegt, Gedanken Realität werden lassen. Es ist "Rein von Anbeginn", "Frei fließend" und "Der Spiegel der Seele". Es hinterlässt eine Spur in der realen Welt, "Die Spur des Geldes".

In jeder der Collagen fließen Papierblätter und Goldrahmen zu einer Einheit zusammen und sind gemeinsam Sinnbilder für das Fließende und das Ewige.

Die Collagen

Wie Laub liegen ca. 100 Papiere, nur an einer Seite fixiert, frei übereinander. Sie reagieren auf wechselnde Luftfeuchtigkeit im Jahreszyklus indem sich die Oberfläche öffnet und schließt. In der Wechselwirkung mit der Welt entsteht eine organische Veränderung in der Oberfläche und ein wechselndes Spiel von Licht und Schatten.

Die Polymentvergoldung

Ist eine aus der mittelalterlichen Kirchenmalerei stammende Vergolder-Technik auf Kreidegrund und
besagtem Polyment. Um den reinen, ungebrochenen warmen Glanz des Goldes und seine massive
reine Materialität zu erhalten, sind die Vergoldungen zumeist nicht patiniert.

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